Ende Mai bis Anfang Juni war Hochsaison am Flugplatz: Unser jährliches Pfingstcamp kam auf eine Rekordbeteiligung von rund 30 Leuten. Rund die Hälfte davon waren Gäste aus Rheinland-Pfalz – darunter einige, die jedes Jahr bei uns Station machen.
Die brachten noch einige Flugzeuge mit, und so musste mitunter ganz schön geschachtelt werden auf dem Vorfeld. Überhaupt war in dieser Zeit der Flugzeugpark vom Feinsten, bestehend aus Vereinsflugzeugen und privaten Fliegern. Für die Feinschmecker, die sich auskennen: Allein drei Flugzeuge vom Typ Arcus waren vor Ort. Bei dem Gewusel hatte man den Eindruck, an einen größeren Flughafen geraten zu sein.
Was ebenfalls dazu beitrug, war die Stippvisite zweier Ultraleicht-Flugzeuge. Denn wir tragen uns mit dem Gedanken, unseren Flugzeugpark um eine solche Maschine zu erweitern. Da war es klasse, zwei in Frage kommende Typen – eine Bristell und eine Dynamic WT 9 – nicht nur aus nächster Nähe in Augenschein nehmen zu können, sondern auch unter realen Bedingungen testen zu können (siehe Foto).
Klar, dass bei so viel Andrang nicht nur die abendliche Verköstigung an logistische Grenzen stieß, sondern auch um die Startposition gerangelt wurde. Zumal das tolle Wetter dazu beitrug, dass alle möglichst viel in die Luft wollten: Ganze 15 von 16 Camp-Tagen waren fliegbar. Für die nötigen Ruhepausen war also jeder selbst zuständig. Aus dem einen Schlechtwettertag machten wir das Beste und relaxten in der Therme Bad Wörishofen. Einige unserer Gäste machten sich unterdessen mit bayerischer Küche auf Kloster Andechs vertraut. Bei so vielen Flugtagen kamen neben den erfahrenen Piloten auch unsere Flugschüler auf ihre Kosten. Für Laurin hat sich die Zeit besonders gelohnt: Er hat seine praktische Prüfung abgelegt. Sein erster Flug nach Lizenzerhalt war Kult, wie das Titelfoto zeigt: Per Cabrio-Haube genoss er den Himmel ganz unmittelbar in unserer betagten Ka 8.
