SCHNUPPERFLUG

Du sitzt im Cockpit. Wiese vor Dir, Himmel über Dir. Dieser Moment, in dem das Flugzeug den Boden verlässt. Die Welt unter Dir rasch kleiner wird. Du klinkst das Seil aus. Das Spiel mit den Gezeiten am Himmel beginnt.

Segelfliegen ist ein Hobby, das man einfach fühlen und erleben muss. Du bist neugierig und möchtest ausprobieren, ob Du Spaß am Fliegen hast und es vielleicht sogar lernen willst? Komme gerne einfach zu einem Schnupperflug vorbei! Hier kannst Du Kontakt mit uns aufnehmen.

FLIEGEN LERNEN

Du bist schon mal mitgeflogen, möchtest gerne dabeibleiben und auch selbst ans Steuer dürfen? Unser rund zehnköpfiges, erfahrenes Fluglehrer-Team bringt Dir Schritt für Schritt alles bei, was Du dafür brauchst – in Theorie und Praxis. Wir legen großen Wert auf eine gründliche Ausbildung. Dabei ist Segelfliegen erschwinglicher als viele denken.

Los geht es im Doppelsitzer, der Fluglehrer sitzt hinter Dir. Später fliegst Du alleine und lernst verschiedene Flugzeuge kennen. Wenn Du das Fliegen sicher beherrschst, legst Du nach der theoretischen schließlich die praktische Prüfung ab – die letzte Hürde auf dem Weg zum Flugschein.

Es kann schon früh im Leben losgehen: Das Mindestalter für den Start der Ausbildung ist 14 Jahre, den Flugschein gibt es ab 16. Aber unsere Flugschüler gehören allen Alters- und Berufsgruppen an. Wann immer Dich die Leidenschaft fürs Fliegen packt: Solange Du körperlich fit bist, kann es losgehen.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Segelflugzeuge sind technisch sehr ausgereift und haben selten Pannen. Wenn ein Unfall passiert, ist meist menschliches Versagen in mehreren Fällen gleichzeitig die Ursache. Segelfliegen unterliegt strengen Gesetzen, Vorgaben und Verhaltensregeln. Wenn man sich daran hält, kann man Segelfliegen sicher und mit niedrigem Risiko betreiben. Missachtet man diese, dann kann Segelfliegen natürlich gefährlich werden.

Jedes Segelflugzeug muss, wie ein Auto auch, eine Haftpflichtversicherung haben. Darüber hinaus sind alle LSV-Flugzeuge vollkaskoversichert, die Doppelsitzer haben eine Sitzplatz-Unfallversicherung.

Jugendliche bis 18 Jahre zahlen insgesamt durchschnittlich 70-80 Euro/Monat, Erwachsene 120-130 Euro/Monat.

Alle Fluglehrer und das technische Personal arbeiten beim LSV Geratshof ehrenamtlich. Wartung wird, wo immer möglich, eigenständig durchgeführt, dadurch wird’s preiswert.

Zeit ist definitiv das, was Segelfliegen am meisten erfordert. Wer dieses Hobby ernsthaft und sicher lernen und betreiben will, sollte mindestens 3-4 Wochenendtage im Monat dafür investieren – was einem bei entsprechender Leidenschaft seeeehr leicht fällt.

Wer vom Segelfliegen begeistert ist und es engagiert anpackt, der lernt das auch – und das unabhängig von Schulabschluss, Ausbildung und Beruf. Wichtig ist einfach Deine Bereitschaft, in Theorie und Praxis am Ball zu bleiben. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Du im normalen Rahmen körperlich und geistig fit bist. Flugschüler müssen mindestens 14 Jahre alt sein.

Los geht es im Cockpit des Schulungsdoppelsitzers, und zwar gleich auf dem vorderen Sitz. Hinten sitzt der Fluglehrer, der von dort aus auch komplett steuern kann. In diesem ersten Abschnitt lernst Du die Grundlagen des Segelfliegens. Dabei geht mit jedem Start die Aktivität mehr und mehr vom Fluglehrer auf den Flugschüler über.

Nach ca. 50 – 80 Starts naht der erste Höhepunkt der Ausbildung: der erste Alleinflug – ein garantiert unvergessliches Erlebnis. Danach geht es mal mit, mal ohne Fluglehrer weiter – aber auf jeden Fall immer nach dessen Vorgabe und unter dessen Verantwortung. Du lernst andere Segelflugzeugtypen kennen, das immer exaktere Beherrschen des Flugzeuges und wie man es damit gezielt schafft, weite Strecken zu fliegen. Dann steht ein weiterer Höhepunkt an: Du brichst zu Deinem ersten Streckenflug auf, der mindestens 50 Kilometer vom Geratshof wegführen muss, z. B. nach Kempten, Benediktbeuern oder Tannheim.

Parallel dazu gibt’s theoretischen Input z. B. zu den Themen Luftrecht, Navigation, Wetterkunde, Aerodynamik, Sprechfunk. Der LSV Geratshof gehört zu den wenigen Fliegerclubs in Bayern, die eigenständig vor Ort für seine Flugschüler im Winter einen kostenfreien, qualitativ hochwertigen Theorieunterricht anbieten.

Die Ausbildung endet je nach Zeiteinsatz im Schnitt nach etwa eineinhalb bis zwei Jahren mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.

Man kann bei fast jedem Wetter fliegen. Ausnahme: starke Turbulenz oder Sicht weniger als eineinhalb Kilometer. Allerdings sind nur bei guter Thermik längere Flüge möglich.

Dann gleitet man einfach – ähnlich wie ein Papierflieger – die vorhandene Höhe ab und landet wieder. Entweder auf einem Flugplatz oder – wenn keiner in Reichweite liegt – auf einem Feld oder einer Wiese. Segelflugzeuge dürfen das generell und sind technisch dafür ausgelegt.

Die weiteste geflogene Strecke liegt bei über 3.000 km, die höchste Höhe bei 16.000 Metern, die längste Flugzeit bei über 50 Stunden.