Am Morgen des Samstags, den 14. März, dem letzten freien Wochenende vor Saisonstart, fuhren wir, insgesamt sechs aus der Jugendgruppe des LSV, zu einem lang ersehnten Highlight der Jugendarbeit des Flugvereins: einem Wochenende im Rhein-Main-Gebiet mit vielen Flugzeugen! Nach Treffpunkt um 6 Uhr früh und etwas über drei Stunden Autofahrt war unsere erste Etappe das Technikmuseum Speyer. Neben vielen Autos und Schiffen und sogar einer Raumfähre bestaunten wir vor allem das, wofür wir hergekommen waren: die 747-200 der Lufthansa, etwas (aber nicht viel😉) größer als unsere Segelflieger.
Die Lust auf Flugzeuge, Fliegen und auch ein wenig die Begeisterung für den Jumbo war geweckt und so fuhren wir nach dem Check-in bei unserem Hotel in Mannheim spontan zum Planespotting am Frankfurter Flughafen – noch auf der Autobahn segelte eine 747-8 im Endanflug über uns hinweg, und wir sollten nach Irren durch die riesigen Terminalhallen, viel größer als der ganze Geratshof, noch zwei weitere 747-400 sehen!
Als wir uns nach Einbruch der Dunkelheit von den Scheiben mit Vorfeldblick lösen konnten, ging es noch einmal in die City, zu einem Vietnamesen im etwas zweifelhaften Frankfurter Bahnhofsviertel. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck ging es zurück ins Hotel, um nach kurzem Tag-Revue-passieren-Lassen auf der privaten Dachterrasse mit pittoreskem Blick auf einen Penny-Parkplatz im Gewerbegebiet und nachdem wir das Bad unter Wasser gesetzt hatten uns für den nächsten Tag auszuschlafen.
Der Sonntag startete etwas entspannter mit einem leckeren Frühstück im Café und führte uns zum Technikmuseum Sinsheim. Nach super groß kam super schnell und so konnten wir die legendäre Concorde und ihr sowjetisches Gegenstück, die Tu-144 begehen und bestaunen. Beide etwas schneller als unsere Segelflieger und mit ein paar Knöpfen mehr ausgestattet – aber gar nicht mit so viel mehr Platz, wie man vielleicht denken würde. Wir erfüllten als vorbildliche Piloten natürlich auch unseren Bildungsauftrag und halfen einer Dame, die beim Blick auf die Schubhebel einer DC-3 ihren Begleiter fragte, ob ein Flugzeug denn Gänge habe, mit unserem Fachwissen aus. Nach einem letzten Nachmittagsessen in Sinsheim und fast-Liegenbleiben auf den letzten Metern (Mayday Mayday Mayday Fuel) kamen wir spät abends müde, aber mit vielen Eindrücken wieder in Landsberg an.
Autor: Maximilian Ruhl, Jugendleiter
Vor dem Jumbo in Speyer
