Astronautenfeeling im Föhnsturm

Die segelfliegerische Hauptsaison dauert in Mitteleuropa in der Regel von Mitte März bis Mitte September: in dieser Zeit sind die thermischen Aufwinde (die durch die Wärme der Sonne entstehenden) am besten und es finden die alljährlichen zentralen und dezentralen Streckenflugwettbewerbe statt.


Doch auch die Nebensaison hat gerade in unserer durch die Alpen geprägten Region für Segelflieger Fantastisches zu bieten. In der Zeit der durch den niedrigeren Sonnenstand nachlassenden Thermik und der Herbst- und Winterstürme bilden sich vermehrt Hang- und Wellenaufwinde, besonders bei Föhn.

Bei Welle fängt die Luft, angeregt durch den Föhn, der über die Alpen pfeift, bis in große Höhen an zu schwingen. Diese Schwingungen kann man mit dem Segelflieger ausnutzen und so auch in der Nebensaison außergewöhnliche Flüge erleben.
Und genau solch eine Wetterlage gab es am 23.11. und am 17.12.: mit bis zu 120 km/h fegte der Föhnsturm über die Alpen und den Geratshofer Piloten gelangen einzigartige, aber auch von starkten Turbulenzen geprägte Flüge von teilweise mehr knapp 800 km Länge und in bis zu 8000 m Höhe – in dieser Höhe brauchen die Piloten Sauerstoffmasken – über den Nordalpen. Insgesamt ging es über 2500 km lautlos und über den Wolken durch die verschneiten Berge. je