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Der Geratshof auf großer Tour: unser Sommercamp in Görlitz

Sonne, Ferien, Sommercamp: Das gehört zusammen wie Freibad und Pommes. Unser diesjähriges Sommercamp war ein besonderes, denn dieses Mal ging es auf große Tour: Bis nach Görlitz in Sachsen zuckelte die Geratshofer Karawane Anfang August mit den Segelflugzug-Anhängern, um 600 Kilometer von der Heimat entfernt neue Flugeindrücke zu sammeln.

Am ersten Tag standen sogenannte Einweisungsstarts auf dem Programm, um sich mit den Verhältnissen am Flugplatz vertraut zu machen. Die so erworbenen Ortskenntnisse mussten zunächst im Hinterkopf geparkt werden, weil für den nächsten Tag Starkregen angesagt war – also nutzten wir die Chance für eine Stadtführung in Görlitz. Und zwar mit besonders ortskundigen Guides, denn die dortigen Segelflieger hielten ebenfalls gerade ihr Sommercamp ab – deren zweite Woche überschnitt sich mit unserer ersten und so ergab sich ein schönes Miteinander.

An den folgenden beiden Tagen ging es dann aber fliegerisch so richtig los: Es stand gutes Streckenwetter an, das uns mitunter über 500 Kilometer weit trug. Zum Ende unserer ersten Woche ging das Camp unserer Görlitzer Mitstreiter zu Ende, die auf satte 500 Starts in zwei Wochen zurückblicken konnten. Da dachte sich die Seilwinde am Platz: Gut, dann hab ich ja meine Schuldigkeit getan – und versagte pünktlich ihren Dienst. Während sich die Technik-Experten über den Winden-Motor beugten, feierten die anderen mit den Görlitzern ihren Camp-Abschluss, den sie mit Ehrungen und einem gemeinsamen Grillabend zelebrierten.

Findigen Schraubern sei Dank, konnte das Problem binnen weniger Tage behoben werden. Die Zwischenzeit wussten wir clever zu nutzen, denn am benachbarten Flugplatz Rothenburg/Görlitz steht eine Höhenwinde – also eine Winde mit einem 3,2 Kilometer langen Seil, das Ausklinkhöhen von etwa 1.000 Metern über Grund beschert, wie sie normalerweise nur per Flugzeugschlepp möglich sind. Das hat echt was, wenn der Windenstart gefühlt nicht enden will und der Flug in so komfortabler Höhe beginnt, dass man erstmal in Ruhe nach Thermik suchen kann.

In der zweiten Camp-Woche war zwar die Winde repariert, aber die Thermik gewissermaßen defekt, denn dann dominierte meist schlappe, heiße, wolkenlose Blauthermik. Diesen Wink mit dem Zaunpfahl haben wir verstanden und auch mal den Flugplatz gegen einen Badesee getauscht. Neben den eher lokalen Rundflügen sorgten erneut die Höhenwinde, aber auch ein paar Flugzeugschlepps für Abwechslung und bereichernde neue Eindrücke.

Herzlichen Dank an die Görlitzer Flieger für ihre Gastfreundschaft!