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Start Segelfliegen / Motorsegeln Streckenflug / Alpenfliegen

Streckenflug / Alpenfliegen / Wettbewerbsfliegen

Weit und schnell fliegen und das Ganze am besten in den direkt vor der Haustüre liegenden Alpen, das ist die große Leidenschaft und Spezialität der Segelfliegerinnen und Segelflieger des LSV Geratshof. Das größte Gebirge Europas ist eine faszinierende, abwechslungsreiche, gewaltige und immer wieder auf’s Neue herausfordernde Landschaft, über der besonders ausgeprägte Wetterdynamiken für optimale Aufwindbedingungen sorgen.

Die Profis des LSV jagen bei ihren Streckenflügen im Hangaufwind lautlos entlang bizarrer Felswände, über eisblau glänzende Gletscher und türkisfarbene Seen. Thermische Aufwinde katapultieren sie mit Steiggeschwindigkeiten von bis zu 10 Metern pro Sekunde über die höchsten Gipfel der Alpen. Und mit etwas Glück kommen sie sogar in den Genuss der faszinierendsten Aufwindart: der Welle, die sich im Föhnsturm über den Bergmassiven bricht; mit ruhiger aber gewaltiger Kraft ist sie ein wahrer Fahrstuhl in die Stratosphäre, der Segelflieger über den Alpen in Flughöhen bis 12 Kilometer tragen kann.

    

International bekannt und erfolgreich!
Bei passenden Wetterbedingungen vom Geratshof über 1000 Kilometer weit durch die Alpen zu gleiten, angetrieben alleine durch die Kräfte der Natur, gelingt den Geratshofer Piloten immer wieder - sie messen sich auch regelmäßig erfolgreich in nationalen und internationalen Wettbewerben mit anderen Piloten, wie zum Beispiel LSV Fluglehrer Jens Becker, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Segelflugweltmeisterschaft 2010 Vizeweltmeister geworden ist. Das gesamte LSV Streckenflugteam ist erfolgreich in der Segelflugbundesliga vertreten und damit unter den Top 50 in Deutschland.

Wie kann so ein Streckenflug konkret aussehen?
Nach dem Windenstart am Geratshof erklimmen wir die erste Höhe im thermischen Aufwind im Flugplatzbereich. Angetrieben durch weitere Aufwinde und dazwischen liegende Gleitstrecken führt der erste Flugabschnitt über die herrlich grüne Hügellandschaft und die Seen des Alpenvorlandes. Westlich von Füssen geht’s dann vorbei am Aggenstein ins Thannheimer Tal, dort im Gleitflug entlang der von der Vormittagssonne schon kräftig angewärmten Nordhänge. Mit einer Mischung aus Thermik und Hangaufwind geht der Flug weiter: zunächst ein Stück das Lechtal aufwärts, dann erfolgt der Sprung ins Inntal bei Imst. Es geht weiter den Inn aufwärts, unter den vom Wind sanft rauschenden Flügeln ziehen Landeck und das Engadin vorbei, rechter Hand das gewaltige Silvrettamassiv mit dem Piz Buin. Kurz hinter St. Moritz ist mit dem über 4000 Meter hohen Piz Bernina und seinem beeindruckenden Bianco Grad einer der Höhe- und Wendepunkte des Fluges erreicht. Von nun an geht es ostwärts: über den Schweizer Nationalpark, das Münstertal mit Ofenpass ins Etschtal nach Südtirol. Über dem Vinschgau folgt ein Blickerlebnis dem nächsten: links die Stubaier Alpen, rechts das Ortlermassiv. Vorbei an Meran tragen die Aufwinde unseren Flug in die traumhaften Dolomiten: Langkofel, Sellagruppe und Marmolada kommen in Sicht, bevor’s zu den Drei Zinnen und dann entlang des Pustertals bis zum nächsten Wendepunkt bei Lienz geht. Über die gewaltigen hohen Tauern, vorbei am Großglockner geht der Sprung ins Pinzgau und von dort aus 4000 Metern Höhe nordwestwärts, mehr oder weniger im Gleitflug schon Richtung Heimat: Hochkönig und Karwendelgebirge ziehen vorbei und wir genießen das ruhige Ausgleiten über das Alpenvorland, links Walchen- und Kochelsee, rechts Starnberger und Ammersee. Nach sechseinhalb Stunden Flug und fast 800 lautlosen Kilometern über unbeschreibliche Landschaften setzen wir in der Abendsonne zufrieden wieder am Geratshof zur Landung an.

    

 

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